HR/IT TALK

Expertenwissen für Personaler und SAP-Spezialisten

Episode #19
Fuckup HR-Cloud - ein katastrophales Praxisbeispiel


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Nahezu alle Unternehmen sind von der Digitalisierung betroffen – und auch der HR-Bereich kann sich dieser nicht entziehen. Doch die Transformation hin zu einer neuen digitalen Welt verläuft oftmals schwieriger als gedacht - und das trotzt innovativer Lösungsansätze, agiler Vorgehensweisen und modernster Technologien. Manchmal aber macht dem Projekterfolg schlicht und einfach die Software einen Strich durch die Rechnung, das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure im Unternehmen will einfach nicht funktioniert oder das Projektteam zieht nicht an einem Strang.

Die Gesprächspartnerin in dieser Folge von HR/IT Talk möchte namentlich nicht genannt werden und tritt daher unter einem Pseudonym auf. Frau Lis Tentome ist im wahren Leben Global HR Director eines bekannten Maschinenbauunternehmens. projekt0708 Geschäftsführer Michael Scheffler spricht mit ihr über die grandios gescheiterte Einführung einer HR-Cloudlösung.

Shownotes

Ergänzende Informationen zu dieser Episode:

FuckUp HR Cloud - Podcast mit Lis Tentome

Auch verfügbar auf folgenden Plattformen:

Kommentare (8)

  • Christopher
    Christopher
    am 10.12.2020
    Wirklich auf den Punkt gebracht. Implementierung von Software ist ein wahnsinnig unterschätzter Bereich.
    Leider machen solche Beispiele dies in den Köpfen nicht einfacher und die narrative Entwicklung es für junge Unternehmen entsprechend schwer.
    Es gibt sie aber noch, die ehrlichen Verkäufer und kompetenten Vendoren/Integrationspartner. Man muss einfach tief bohren und vielleicht auch mal die Reißleine ziehen, wenn z. B. die Referenzgespräche nicht das gewünschte Ergebnis bringen.
  • Papelino
    Papelino
    am 10.12.2020
    Ich kenne niemanden, der so mutig ist und das erzählen würde, wie es im Projekt wirklich läuft, was alles miteinander zusammenhängt und was sich gegenseitig bedingt. Ich bin froh, dass das einer mal gemacht hat. Ich fühle mich jetzt besser vorbereitet auf die internen Diskussionen in meinem Projektkontext und werde auch das Buch besorgen, um es genauer zu verstehen.
  • Bernd
    Bernd
    am 10.12.2020
    Es ist ein wunderbares Beispiel für viele schlecht laufende oder gescheiterte Projekte, die wohl fast jeder von uns schon selbst erlebt hat.
    Hintergründe werden erläutert und somit auch Hinweise darauf, wie es hätte besser und erfolgreicher laufen können. Habe selbst erlebt, wie ein Einkaufsprozess von Vendor und Integrationspartner insgesamt 8 Monate benötigte und trotz dessen fast die falschen Partner ausgewählt wurden. Man lernt nie aus und mit diesem Buch kommt ein guter Begleiter, der einem den Weg weist.
  • M.B.
    M.B.
    am 11.12.2020
    Ich wurde gut unterhalten und hab doch einiges neues gelernt, zusätzlich zum Lesestoff. Denke aber, dass auch gerade die nicht IT-ler das Buch lesen sollten (habe es selbst gelesen).
  • panda2020
    panda2020
    am 11.12.2020
    Ich fand gut, dass es einfach eine Erzählung ist, wie es war und nicht ständig wie in anderen Podcasts ein ewiger Austausch von Meinungen
  • Uli
    Uli
    am 15.12.2020
    Ich war echt verärgert als ich gehört habe, wie das so in Projekten abläuft. Normalerweise habe ich nichts mit solchen Projekten zu tun, aber ich bin froh mit diesem Klick meine Erfahrung über diese Welt erweitert zu haben.
  • Ulrich
    Ulrich
    am 04.01.2021
    Danke für diese Insights! Ich frage mich, ob das Projekt mit agilen Methoden durchgeführt wurde, um z.B bug's bereits in frühen Sprints zu erkennen. Aber ja, data clearing ist ein riesen-Thema, gerade bei HR Daten. Vor allem hat mich der letzte Punkt angesprochen: Unterstützung durch das C level. Den CHRO oder CFO als sparringspartner gewinnen durch brutal fact reporting hilft. Wenn's ans Geld geht, wird jede/r wach, auch im C-level. Dafür braucht es ein toughes Projekt- und Risk Controlling, wohl wissend, dass der Punk trotzdem zuschlägt. Aber die "schlauen" Tipps von außen können nur Impulse sein, für den internen project review. Ich würde mir wünschen, dass solche reviews in einer Klarheit durchgeführt würden, wie sie Lis in dem Podcast vertritt. Chapeau für diese Worte!
    • Lis Tentome
      Lis Tentome
      am 11.01.2021
      An Ulrich: Vielen Dank für das Kommentar und vor allem die Anerkennung zu meiner Offenheit. Ich hoffe, dass diese zum Nachdenken und ggf zur Verhaltensänderung in Digitalisierungsprojekten bewegt. Warum gibt es dieses Buch? Weil in solchen Projekten keiner wirklich offen sein will - im Endeffekt zeigt keiner die Fahne, sondern man wählt seine "Battles" aus und/oder versteckt sich hinter irgendwelchen politischen und anderen Interessen. Deshalb habe ich mir gedacht, ich spreche es einmal für alle aus, um noch mehr Schaden auf der Welt zu vermeiden. Ich habe das alles so viele Male reflektiert und durchgekaut, technisch, systemisch sowie fachlich, dass ich gutes Gewissens die Aussagen dazu treffen kann, wo nach meiner Einschätzung die wahren Ursachen eines solchen Projektproblems liegen.
      Wenn man so ein inhaltlich komplexes Projekt mit einer solchen Reichweite macht, dann interessieren im Review nur die Ergebnisse und dazu eigentlich nur die guten Ergebnisse. Heute weiß ich, um korrekte Ergebnisse sicherzustellen, muss man mit den neuen Vertragspartner in einem solchen Digitalisierungsprojekt einen Probelauf machen und man muss viele und teure Experten im Projekt einsetzen (also diejenigen, die wissen, was ein Sprint überhaupt ist :)). Halbspezialisten bringen das Projekt nicht voran. Wenn der C-Level das nicht bezahlen will, dann sollen sie sich selbst digitalisieren. Ich würde das nie wieder unter diesen Bedingungen leiten. Ich hätte gegenüber dem C-Level noch mehr Biss zeigen sollen, aber ich war so dankbar, dass es endlich zum Projekt kam, dass ich mich dann nicht mit ihnen anlegen wollte bzw. ich habe mich fachlich auf das Projekt konzentriert und habe den Konflikt versucht zu vermeiden. Heute weiß ich zwei Dinge, erstmal sind die Bedingungen verhandeln unter welchen ich nochmal so einen Projektstress mitmachen würde und zweitens ist nachzuweisen, dass es eine Umgebung ist, die das verdient, das man sich für sie und den höheren Zweck der Digitalisierung so aufreibt. Schöne Grüße, Lis Tentome

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